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Ceriumhydroxid

2026-04-07

 

Einführung in Ceriumhydroxid

Andere Namen: Cerichydroxid, Ceriumhydroxid

Ceriumhydroxid ist eine chemische Substanz, ein hellgelbes oder bräunlich-gelbes Pulver, das in Wasser und schwachen Säuren unlöslich, in konzentrierten Säuren jedoch löslich ist und dabei die entsprechenden Salze bildet. Es nimmt CO₂ aus der Luft auf und bildet Ceriumcarbonat.

 

Eigenschaften von Ceriumhydroxid:

Name

Ceriumhydroxid

Siedepunkt

100 °C bei 760 mmHg

Molekulargewicht

208.145

Dampfdruck

24,5 mmHg bei 25 °C

Lagerbedingungen

An einem kühlen, trockenen Ort mit luftdichtem Verschluss aufbewahren.

Stabilität

Empfindlich gegenüber Luft. Bei Kontakt mit Luft färbt es sich violett und bildet schließlich Cer(IV)-hydroxid (gelb). Es absorbiert CO₂ aus der Luft und bildet dabei Cercarbonat. Es ist in Wasser unlöslich und in konzentrierten Säuren löslich.

 

Anwendungen von Ceriumhydroxid:

  • Die Glasindustrie (Farbfernsehglasindustrie) verwendet Ceriumhydroxid als Entfärbungs- und Klärungsmittel für Glas.
  • In der chemischen Industrie wird es zur Herstellung von Katalysatoren zur Reinigung von Automobilabgasen sowie von Stabilisatoren für Polyvinylchlorid-Kunststoffe verwendet; außerdem dient es zur Synthese von Cer-Naphthalin als Trocknungsmittel für Lacke.
  • In der metallurgischen Industrie wird es als Sphäroidisiermittel für duktilen Gusseisen, zur Schmelze von Cer-Silizium-Eisen-Legierung sowie als Rohstoff für die Schmelze von ceriumreichen Seltenerd-Silizium-Eisen-Legierungen eingesetzt. Zudem findet es Anwendung als Zusatzstoff in der Galvanotechnik.

 

Herstellungsverfahren: Lösungsmittel-Extraktionsverfahren

Das gemischte Leucht-Erdmetallerz wird mit Natriumcarbonat geröstet und mit verdünnter Schwefelsäure ausgelaugt, um eine Sulfat-Auslaugungslösung der Seltenen Erden zu erhalten. Kaliumpermanganat und Borax werden zugesetzt, und es entsteht eine Lösung von Tributylphosphat (TBP) , Di(2-Ethylhexyl)phosphat (P204) und Kerosin werden als Extraktionsmittel zur Trennung von Cer und anderen dreiwertigen Seltenerdmetallen eingesetzt. Durch Rückextraktion mit Schwefelsäure wird die verbleibende Lösung mit Natriumsulfat versetzt, wodurch ein Doppelsalz ausfällt. Nach Filtration, Waschen, Umsetzung mit Natriumhydroxid, erneuter Filtration und Trocknung erhält man Cerhydroxid.

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